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Selbst-Verantwortung
Alles was der Mensch sich ausdenkt, wird früher oder später hier auf der
Erde zur handfesten Wirklichkeit. Der Zustand der Erde und der Natur, die
sich auf ihr entfaltet, wird vom Menschen geprägt. Dass es aber so wie
bisher nicht weitergehen kann, ist wohl mittlerweile jedermann und jeder
Frau klar geworden. Verschmutztes Wasser, verpestete Luft, vergiftetes
Erdreich und das Ausbeuten von Menschen oder des Tier- und Pflanzenreichs
führen früher oder später zum Untergang der jetzigen Zivilisation, ja
vielleicht sogar zum Absterben des gesamten Planeten, wenn nicht wir
Menschen eine Umkehrung dieser Tatsachen bewirken. Um die weitere
Zerstörung des Lebensraum Erde zu verhindern und um die durch
fehlerhaftes Verhalten des Menschen bisher angerichteten Schäden auf
unserem Planten zu beheben, müssen grundlegende Änderungen im Denken,
Handeln und Fühlen jedes einzelnen Menschen stattfinden. Die Einsicht,
dass der Mensch seines Schicksals eigener Herr ist, dass er durch sein
Denken das eigene Leben steuert und auf die Umwelt einwirkt, ist bekannt.
Die Probleme, die es in unserer Welt zu lösen gibt, um den Planeten und
seine fein aufeinander abgestimmten Systeme vor dem Kollaps zu bewahren,
sind unzählbar. Je länger, je häufiger werden an allen Ecken und Enden
Krisensituationen und unheilvolle Zustände in den verschiedensten
Lebensbereichen der Erde offensichtlich. Natürlich ist es wichtig, jedes
einzelne dieser Probleme mit Tatkraft anzugehen und Lösungen zu finden,
welche die Misszustände bereinigen und das Überleben im Einzelnen
sichern. Tritt aber im Denken des Menschen kein grundlegender Wandel
ein, werden die Probleme nur zeitweise behoben und dieselben Misszustände,
die das Leben bedrohen, treten irgendwann später wieder in Erscheinung und
dies wahrscheinlich mit vermehrter Heftigkeit. Dies ist eine Folge der
Symptombehandlung. Nachhaltige Heilung kann nicht eintreten, wenn Probleme
nur oberflächlich angegangen werden ohne die wirklichen Ursachen eines
Misszustandes, weder zu erkennen, noch zu beheben. Der angerichtete
Schaden muss zwar nicht direkt sichtbar werden, aber nach einer gewissen
Zeit sind die Folgen unabwendbar zu spüren.
Was ist aber die Ursache, dass Menschen ihre eigene und auch die
Existenzgrundlange der anderen Lebewesen unserer Erde nachhaltig
zerstören. Nach dem Grund dafür brauchen wir nicht weit zu suchen. Es gibt
eine Angst, die wohl in jedem Menschen tief drinsteckt, nicht genug zum
Leben zu haben. Es ist die Angst vor einer unbestimmten Zukunft, vor
Mangel und Leid. Die Angst öffnet den Menschen dafür, fremden Zielen zu
folgen und lässt ihn selbst gegen das eigene Gewissen handeln. Indem er
das eigene Gewissen verleugnet und das eigene Gefühl übergeht, beutet er
sich selbst und die Natur aus. Anstatt auf das ursprüngliche Wissen zu
vertrauen, dass die Erde und ihre Natur seit undenklichen Zeiten ein
ausgewogenes Gleichgewicht bewahrt, und dass sich aus sich Selbst heraus
erhält und somit auch den Menschen als ein von ihr unabtrennbarer
Bestandteil, setzt er sein Vertrauen lieber auf hoch entwickelte
Technologie und die Kaufkraft des Geldes. Von einer tiefen, unbewussten
Angst geblendet, trampelt er auf der Erde herum und stellt sich an wie der
sprichwörtliche „Elefant im Porzellanladen“. Der Mensch der zivilisierten
Welt hat es verlernt seinen naturgegebenen Fähigkeiten, dem Gefühl und
den eigenen klaren Gedanken zu vertrauen. Statt dessen verlässt er sich
lieber auf ein gesichertes Einkommen und würde dafür fast alles tun und
wie schon erwähnt, sogar gegen das eigene Gewissen verstossen. Ein
Arbeiter auf der Öl-Bohrplattform, der Waldarbeiter, der den Urwald
abholzt, ein Chemiker, der im Labor mit Tieren Versuche macht, der
Bankangestellte, der Kredite an Umweltsünder vergibt oder ein
Bauarbeiter, der giftige Chemikalien als Zusätze verwendet und noch viele
Andere auch gehorchen nur den Anordnungen ihrer Chefs. Alle benötigen ihr
monatliches Einkommen, um in ihrer Welt zu überleben und die Meisten
führen die Befehle ihrer Vorgesetzten gedankenlos aus. Und wenn sie nicht
mehr gebraucht werden oder zu teuer sind, werden sie kurzerhand entlassen.
„Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!“ Dieser Ausspruch war vor
einigen Jahren vielerorts zu hören. Man sprach darüber und fand es toll,
aber wie soll das vor sich gehen? „Stell dir vor die Erde wird
ausgebeutet, aber niemand macht mit!“ Jeder Mensch ist mit
Verantwortungsbewusstsein und Urteilskraft ausgestattet. Jeder muss selbst
über das eigene Leben und wie er seine Tatkraft einbringen will
entscheiden. Wie und welchen Zielen man seine Kraft zur Verfügung stellt,
ist die Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Es gehört aber eine grosse
Portion Mut und Selbstvertrauen dazu, die eigene Richtung einzuschlagen
und sich aus dem Mainstream der Gesellschaft auszuklinken. Und es ist so,
dass es gar nicht gelingen kann, sich dauerhaft gegen den Strom zu
stellen. Früher oder später wird die Anstrengung sich dagegen zu stellen
zu gross und irgendwann wird man wieder in die Richtung der Masse mit
hineingerissen.
yEine neue Richtung
Die Erde, die Natur ja das ganze Universum geben die Richtung an. In
diesen dem Mensch übergeordneten Systemen herrschen Gesetze, die ein
kontinuierliches auf seine Gegensätzlichkeiten abgestimmtes Fliessen
bewirken. Ständig sich umfliessende Bewegung, harmonisch in seinen
Gegensätzlichkeiten, bestimmt die Entwicklung des ganzen Universums. Sich
ständig gegen diese Ur-Kräfte zu stellen, erschöpft und laugt aus.
Erkennbar wird dies an der Gesellschaft selbst. Die Menschheit krankt. Die
meisten Staaten, Regionen, Städte, Familien und auch der einzelne Mensch
können leider nicht als gesunde, aus sich heraus, harmonisch
funktionierende Systeme bezeichnet werden. Innerhalb des grossen Ganzen
betrachtet, wird es offensichtlich. Die Menschheit hat sich gegen den
Mainstream des Kosmos gestellt und bezahlt dies mit Krankheit. Wie ein
bösartiges Geschwür hat sie sich mittlerweile über den ganzen Planeten
Erde ausgebreitet.
Es führt kein Weg daran vorbei. Für eine nachhaltige Gesundung müssen wir
wieder in Harmonie mit den Universellen Gesetzmässigkeiten gebracht
werden und ihnen gemäss handeln. Dies geschieht entweder automatisch,
gerade eben durch dieses Fliessen der uns übergeordneten
Gesetzmässigkeiten, oder wir lernen es mit diesen Gesetzen zu arbeiten und
mit ihnen zu fliessen, ohne uns dagegen zu sperren. Wie mir scheint, hat
sich die Menschheit durch die Geschichte der vergangenen Jahr-tausende
gerangelt, genau um dies verstehen zu lernen. Immer wieder sind Kulturen
begründet worden, sind erblüht und haben sich ausgebreitet, um dann
wieder am Höhepunkt ihrer Entwicklung mit Schrecken, an der Frucht des
eigenen Handelns unterzugehen.
Nun haben wir die Schwelle in ein neues Jahrtausend überschritten. In den
Medien wurde viel darüber spekuliert, was es uns Neues bringen wird. Auf
der einen Seite waren vor allem die Ängste vor einem drohenden
Weltuntergang zu spüren, auf der anderen Seite waren hoffnungsvolle
Prognosen zu hören, die revolutionäre technische, soziale und
wirtschaftliche Entwicklungen vorhersagten. Doch nichts von alledem ist
bisher eingetroffen. Es geht weiter wie bisher. Achtlos wird der Mensch
und die Erde weiter ausgebeutet und es scheint, dass die Anstrengungen
sogar noch verstärkt werden, um so viel wie möglich herauszuholen, bevor
die Systeme in sich zusammenfallen. Die Wissenschaftler haben es längst
bestätigt. Das Klima, die Weltmeere, die Bodenqualität aber auch die
Finanzsysteme und sozialen Strukturen sind im Begriff, früher oder später
in sich zusammenzustürzen. Und was macht der Mensch? Er baut immer weiter
oben drauf, kittet ein wenig dort, flickt ein wenig da und erhöht es
immer weiter, das Fass, das überzulaufen, ja auseinander zu brechen
droht. Und dazu noch, zu allem Überfluss, werden immer wieder, auf der
ganzen Welt sinnlose Kriege vom Zaun gebrochen. Wenn wir nicht an unserem
eigenen Handeln zugrunde gehen wollen, müssen wir etwas ändern.
Unmöglich scheint es zu sein, die drohende
Katastrophe aufhalten zu wollen. Wenn die Menschen aber, die erkannt haben, dass es auf diese lebensverachtende Weise nicht weitergehen kann, sich überall auf der Welt
zusammen tun und nach Wegen suchen, ein Leben zu führen, ohne die
bekannten schädlichen Auswirkungen, dann wächst neben der Hochkultur, die
zwingend auf ihren Untergang zusteuert, eine neue Gesellschaft heran, die
gemeinschaftlich die Prinzipien des Lebens achtet und aus diesem Grund
innerhalb der Universellen Gesetzmässigkeiten bestand haben wird. Für den
Einzelnen ist es nicht zu spät, sich zu besinnen und sich aus den
Gesellschaften auszuklinken, die die Zerstörung unseres Planeten
vorantreiben. Ganz dringend gilt es einen Weg zu finden, zu überleben.
Gegen die alten Machtstrukturen, die den Mensch in die Ausbeutung treiben,
anzukämpfen und sie ändern zu wollen ist unmöglich. Ihre Zielsetzung ist
eine Andere als der Erhalt, die Hege und Pflege eines fortwährenden,
harmonischen Lebens auf der Erde. Ein Ankämpfen dagegen erschöpft nur die
ganze Kraft, ohne dass sich eine Lebensweise im Einklang mit der Natur,
die eine wirkliche Entfaltung und Erhaltung des Lebens fördert, richtig
Fuss fassen kann und sich immer weiter wegweisend ausbreitet.
Die Zeit ist reif, dass eine neue Grundhaltung die Handlungsweise der
Menschen bestimmt. Dem Planeten Erde, der Natur und sich selbst zuliebe.
Wir sind alle Bestandteile der selben Natur, eines gemeinsamen
Lebensstroms, der sich hier auf der Erde entwickelt. Immer mehr Menschen
werden sich dieser Tatsache bewusst. Dennoch bereitet es immense
Schwierigkeiten, Vertrauen darin zu finden, dass sich die Natur aus sich
selbst heraus erhält und ihre Lebendigkeit immer bestrebt ist, all ihre
Bestandteile bestmöglichst zu erhalten und in ihrer Entwicklung zu
fördern.
yEine neue Lebensweise fasst Fuss
Der Mensch als sich selbst bewusstes Wesen hat einen
freien Willen und immer die Wahl und sein Leben so zu gestalten oder zu
verändern wie er das will. Der Mensch kann seine Kraft und Energie für all
das einsetzen, was er sich nur auszudenken vermag. Jeder hat es selbst in
der Hand, wozu und wie er seine Lebenskraft verwendet und in wessen Dienst
er sie stellt. Nach Sicherheit und Wohlstand, Freiheit und Glück, nach
Frieden und Gesundheit geht wohl des Streben der Meisten. Doch wie man
diese Ideale erreicht, darüber streiten sich die Geister. Die Industrie
hat da natürlich ihre eigenen Ideen wie diese Ziele zu erreichen sind. Die
Medien beherrschend tut sie ihre Meinung kund. Sie überflutet die
Wahrnehmung mit Werbung für ihre Produkte oder Dienstleistungen und
bedient sich dabei der Sehnsucht des Menschen nach den oben genannten
Idealen. Auch die Kirchen und Religionen versprechen den Menschen die
Erfüllung oben genannter Wünsche für irgendwann in unbestimmter Zukunft.
Der beherrschende Einfluss auf die Meinungsbildung des Volkes durch die
Religionen hat ihren Höhepunkt nun schon vor einiger Zeit überschritten.
Die Beeinflussung jedoch, die sie auf das Denken und Fühlen der Menschen
ausgeübt haben, ist unbestreitbar heute noch gegenwärtig. Immer mehr am
Aufblühen hingegen ist eine neue Art von Religion. Esoterik hat in viele
Bereiche des Lebens Einzug gehalten. Als Gegenpol zum materiellen Denken
gesehen, wurde sie immer mehr ein aufblühender Wirtschaftszweig. Den
grössten Einfluss auf das Handeln des Menschen übt jedoch das Streben nach
Geld aus. Geld wird der Lebenskraft gleichgesetzt, mit der alle ideellen
Ziele durch Kauf erreicht werden können, wenn man der Werbung glauben
schenkt. Die Folgen des Strebens, durch eine rein materielle, technische
Weise die ideellen Ziele zu erreichen, werden auf der Erde jeden Tag
offensichtlicher.
Die neue Grundhaltung das Leben zu gestalten, ist es nun, die
verschiedenen Arten des Streben nach diesen allen gemeinsamen Idealen
miteinander zu verbinden. Die guten und nützlichen Dinge sind zu bewahren,
diejenigen Dinge hingegen, die dem Leben und der Natur Schaden zufügen,
sind zu unterlassen. Die heutige Situation aber macht es uns nicht gerade
einfach alle schädlichen Tätigkeiten zu unterlassen. Zu tief sind wir
verstrickt in den selbstzerrstörerischen Lebensweg, der uns von der
Vergangenheit und der gewachsenen Kultur, unserer Betrachtungsweise der
Dinge auferlegt ist. Was nützt es aber verzagt zu sein. Die Entwicklung
des Lebens ist nicht aufzuhalten und diese Entwicklung ist geprägt von
ständigen Veränderungen. Gerade im letzten Jahrhundert hat sich unsere
Welt grundlegend gewandelt. Die technische Entwicklung hat sich
überschlagen und es ist uns eine Grundlage entstanden, wie wir das aus
der bekannten Geschichte unseres Planeten noch nicht kennen. Alle Länder
dieser Erde sind durch globale Netzwerke miteinander verbunden. Dies
betrifft nahezu alle Lebensbereiche. Kommunikation, Transport,
geschäftliche Tätigkeiten, Wissenschaft, Politik, Sport, Freizeit und
viele andere Aktivitäten sind global miteinander verbunden und weltweit
findet ein reger Austausch statt. Obwohl diese Netzwerke noch vorwiegend
dazu benutzt werden, Ausbeutung voranzutreiben, bietet es aber auch eine
Chance für die Ausbreitung einer neuen Lebensweise, die mit Ausbeutung
nichts zu tun hat. Einer Lebensweise, die der Liebe zum Leben und der
Natur, der Freiheit eines mit dem Ganzen im Einklang befindlichen,
schöpferischen Denkens Ausdruck geben will. Nutzen wir diese Möglichkeit.
Die weltweite Ausbreitung von Gedankengut, die einen respektvollen Umgang
mit der Natur zum Ausdruck bringt, ist nur eine Möglichkeit diese
Netzwerke zu nutzen. Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. An
einem Krieg gegen Völker, gegen die Natur oder sogar gegen sich selbst, an
einem Krieg, der von irgendwelchen selbstsüchtigen
Interessengemeinschaften initiiert wird, muss niemand teilnehmen, der das
nicht will. Für die Aussteiger, diejenigen die es in sich verspüren, die
den Schmerz fühlen, der zu jeder Stunde durch respektloses Verhalten
entsteht, braucht es Räume und Betätigungsfelder, die ein Leben in
Frieden mit der Natur, mit dem Leben und sich selbst ermöglichen und
fördern. Die bestehenden Netzwerke und Strukturen wollen dafür genutzt
werden, solche Räume zu eröffnen und zu vermehren.
yRaum für einen respekt- und liebevollen Umgang mit der Natur
In den letzten Jahren sind viele Unternehmungen entstanden, die es sich
zum Ziel genommen haben, wieder in Übereinstimmung mit den Gesetzen der
Natur und des Lebens zu handeln. Ihre Betätigungen decken nahezu jeden
Lebensbereich ab. Dennoch erreichen solche Unternehmungen nach wie vor
nur einen kleinen Prozentsatz des öffentlichen Lebens. Dies macht es für
die Aussteigewilligen äusserst schwierig eine Aufgabe ausserhalb des
althergebrachten, ausbeuterischen Systems zu finden und sie verschwenden
keinen Gedanken daran, es auch nur zu versuchen, ihr Leben zu ändern. Da
es für jeden wichtig ist den Lebensunterhalt zu verdienen und sich in
einer Gemeinschaft eingebettet zu fühlen, werden sie alles beim Alten
belassen, weiterhin gegen ihr Gewissen handeln und sich sagen: „Ja, das
ist halt so, da kann man eben nichts machen!“
Es liegt auf der Hand. Wenn sich das Angebot an Betätigungsfeldern, die
sich durch einen respektvollen Umgang mit den Gegebenheiten der Erde
auszeichnen, vermehrt und einfacher zugänglich sind, werden sich viel mehr
Menschen als bisher an einer Arbeit in Übereinstimmung mit der Natur und
dem Leben beteiligen und sich für den Erhalt des Guten und Wertvollen
einsetzten. Eine weitgehende Vernetzung von Firmen, die umweltgerecht
arbeiten, Produkte entwickeln oder Dienstleistungen anbieten, die mit den
Lebensgesetzen übereinstimmen und vermehrte, interessant gestaltete
Medienpräsenz wird immer mehr Menschen ermutigen und dazu veranlassen ihre
Kraft und Energie dem Erhalt der Natur und der Förderung der Vielfalt des
Lebens zur Verfügung zu stellen. Dafür ist es ausserdem notwendig, das
Foren erschaffen werden, in denen gemeinsam daran gearbeitet wird, neue
Wege zu finden wie das Leben auf und mit der Erde harmonisch gestaltet
werden kann. In diesen Foren wird jedem, der das will, die Möglichkeit
eröffnet einen Beitrag zu leisten für den Aufbau einer friedvollen, dem
Wohle aller dienenden Welt. Die Richtlinien nach der ein solcher Kreis
aufgebaut ist, sind: respektvoller Umgang mit der Natur und Gleichachtung
all ihrer Lebensformen; Förderung harmonischer Zusammenarbeit; die Erde,
ihre Ressourcen, alles Wissen und alle Errungenschaften sind
Gemeinschaftsgut.
Diese Foren machen es sich zur Aufgabe, die Richtung einzuschlagen und zu
erforschen, die mit den übergeordneten universellen Gesetzmässigkeiten
übereinstimmt und mit ihnen im Fluss ist. Sie streben eine Vernetzung und
Zusammenarbeit aller an, die den selben Weg beschreiten, dies auf
regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Dafür erarbeiten sie
Konzepte für folgende Lebensbeereiche.
- Lebensraum – Gemeinschaften
- Produktion und Verteilung gesunder Nahrung und von Gebrauchsgegenständen
- Erschaffung und Vermittlung von Arbeitsplätzen
- Nachhaltige Gesundheitsförderung
- Förderung der Zusammenarbeit
- Erforschung der universellen Gesetzmässigkeiten und deren Nutzung zum
Wohle aller
- Publizierung von Wissen und Technologie
- Politische Arbeit und lebendiges Gedankengut
- Förderung und Einbeziehung von Kindern in alle Lebensprozesse
- Erforschung effizienter Konfliktlösungsmodelle
- Lebensgestaltung – Freizeit
In all diesen Bereichen ist es wichtig, dass jeder, der daran mitarbeitet,
die Möglichkeit hat, sich voll und ganz einzubringen, ohne fremdes
Gedankengut ungeprüft übernehmen zu müssen. Jeder Mensch lebt
eigenverantwortlich und ist darauf bedacht, dass seine Handlungen dem
Wohl des Ganzen dienen.
yNachbemerkung
Dies von mir Eingebrachte, soll als Idee dienen, als eine
Arbeitsgrundlage, die weiterentwickelt werden will. Klar ist, dass die
Umsetzung einer solchen Vorstellung mit grossem Aufwand verbunden ist.
Viele Mittel und viel Energie muss aufgebracht werden, um ein solches
Vorhaben Wirklichkeit werden zu lassen und einige werden sogar
behaupten, es sei eine Utopie, eine solche Idee in die Tat umsetzten zu
wollen. Das Leben behält immer die Oberhand. Es ist endlos und geht immer
weiter. Dies gibt mir die Möglichkeit auch nichts zu tun. Ich kann mir ein
bescheidenes, einfaches Leben einrichten und darauf warten, dass sich die
globalen Probleme von selbst lösen, dabei an mir selbst arbeiten und mich
entwickeln. In der Entwicklung meiner Selbst sehe ich die Hauptaufgabe.
Doch ich empfinde es als eine grosse Herausforderung und wunderbare
Aufgabe, am Bau einer Welt mitzuhelfen, die im Einklang mit sich selbst
ist und in der es daher kein Streben nach Sicherheit und Wohlstand,
Freiheit und Glück oder Frieden und Gesundheit mehr gibt. Ich bin
überzeugt, dass es nun möglich ist gemeinsam an einer Welt zu arbeiten,
in der diese Grundwerte für alle natürliche Gegebenheiten sind. Im letzten
Jahrhundert wurde grosse Vorarbeit geleistet. Die Basis und das Wissen
dafür, eine Welt so zu strukturieren, dass wir Menschen und unsere
Handlungen mit der Natur, der Erde und dem Universum im Einklang sind, ist
möglich. Ich denke, wenn wir es wollen, können wir es schaffen.
Jörg Blochinger, mai 2001
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