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Es ist eine Kunst zu spielen. das Spiel ist der
kreative/schöpferische Ausdruck des Moments. ständig ist der Moment von
Bewegung umgeben und sein ausdrucksmittel ist das
Chakra-System. Alles fliesst um diesen Punkt des Moments, das Jetzt
herum. und wir nehmen wahr, dass sich alles um uns her in ständiger
Veränderung befindet. Von langsam dahin schleichenden Veränderungen bis
hin zur explosionsartigen Entfaltung gibt es alle möglichen
Geschwindigkeiten. Alles fliesst in seiner eigenen Geschwindigkeit und
Zeit und das menschliche Bewusstsein nimmt immer nur eine gewisse
Bandbreite dieser fliessenden Energie wahr.
So fliesst auch der menschliche Körper, von dessen
wahrer Form, Grösse und Beschaffenheit wir nur einen Teil wahrnehmen, um
das Bewusstsein herum, das in ihm wohnt. Es fliesst Energie in ihn hinein
und aus ihm heraus. Alles ist durchströmt von Energie. So sind die Sinne
des menschlichen Körpers in zwei Richtungen benutzbar. So wie Licht durch
unsere Augen hereinstrahlt und auf das Bewusstsein einwirkt, so strahlen
sie auch das innere Licht (Bewusstsein) nach aussen. genauso funktioniert
es mit unserm Mund, dem Bauch und so weiter, mit unserem ganzen
Chakra-System, auch wenn wir das nicht wahrnehmen, oder wahrhaben wollen.
Wir senden und empfangen ununterbrochen auf den verschiedensten Ebenen und
stehen so in ständigem Austausch mit allem. Bilder, Klänge, Gerüche und so
weiter, die von aussen auf das Bewusstsein treffen, wecken Emotionen und
damit verknüpfte Gedanken, die in den unermesslichen Tiefen des Körpers
gespeichert sind. Dazu inspiriert das Bewusstsein den Körper mit Ideen wie
sich das Sein und die Entfaltung im jetzt einfach, liebevoll und
harmonisch gestalten lässt . je nach Fähigkeit und Verständnis setzt der
Körper diese Informationen wieder in Bilder, Klänge und Gerüche um.
Als menschliche Wesen stehen uns die tollsten
Möglichkeiten wahrzunehmen und uns auszudrücken zur Verfügung. ausserdem
hat der Mensch die Fähigkeit zu lernen seine Handlungen zu verstehen und
die grösseren Zusammenhängen des Seins zu begreifen. Dazu war es
notwendig, dass der Mensch begann Handlung und Wahrnehmung zu werten. er
begann alles einzuordnen in männlich oder weiblich, hin oder her, auf und
ab passiv oder aktiv und so weiter.
Irgendwie kam dann auch die Unterscheidung zwischen
gut und schlecht dazu. Dies geschah aber immer subjektiv, also aus dem
gegenwärtigen Bewusstseinszustand, aus dem kulturellen und ethischen
Hintergrund heraus, der ja so wechselhaft wie der Mondstand ist. Dies hat
dazu geführt, das der Mensch anstatt einfach wahrzunehmen und sich dem
Reichtum des Fliessens hinzugeben, um sich dabei selbst zu erkennen,
begann sich gewisse dinge zu verbieten oder sich für andere zu loben, so
wie es eben der eigenen, wohl anerzogenen „gut und schlecht“ - Skala
entspricht. so reduziert sich die menschliche Ausdrucksfähigkeit und
ordnet sich irgendwelchen Glaubenssätzen der kulturellen Gegenwart unter
und befolgt solch eigenartige regeln wie zum Beispiel 'Männer weinen
nicht" oder "Mädchen klettern nicht auf bäume". glücklicherweise sind
diese Muster im begriffe sich aufzulösen, um einfach im nichts zu
verschwinden.
So kommt das spielerische zurück in unser leben, und
wir sind frei unseren Gefühlen, Gedanken und Impulsen in der weise
Ausdruck zu verleihen, wie man es selbst für richtig erachtet und
vielleicht, wie es der Entfaltung des Kosmos am dienlichsten ist.
wie ein Haufen herbstlichen Laubes, das vom Wind
gepackt in die Höhe wirbelt oder wie ein Steinbrocken, der vom Frost aus
seinem Gefüge herausgesprengt wird und nun erfasst von der Kraft der Erde
auf seinem Weg in die Tiefe einen Steinschlag auslöst, dürfen wir uns den
Elementen hingeben, um ihre Wirkungsweise zu erfahren. Wir Menschen sind
die eigentlichen meister der Elemente, denn unser physischer Körper
besteht aus ihnen und wird durch sie erhalten.
Wenn unser Bewusstsein, das eigentlich ein
kosmisches Wesen, einer Sonne gleich erstrahlt, sich zur vollen Reife
entwickelt und von uns die Erlaubnis erhält ganz von unserem Körper Besitz
zu ergreifen, wenn wir fähig sind, durch die Kraft der Liebe mit allem zu
verschmelzen, das uns umgibt, werden wir uns der Macht bewusst, die
befähigt über die Elemente zu herrschen. wir werden selbst zu Schöpfern
der Materie. Statt Marionetten in der Hand von begrenzenden Vorstellungen
oder Gegebenheiten zu sein, gestalten wir die Bühne, die Rolle und das
Stück welches wir spielen selbst. Wir befehlen dem Berg sich hinweg zu
heben.
Im Rhythmus des Lebens, umtanzen wir einander und
bringen unsere Liebe füreinander zum Ausdruck.
Mit diesem Wissen, sind wir zum Narr geworden, der
sich am Dasein auf der Erde erfreut, auf der er sich bewegt und die Sonne
betrachtet, die im den Weg weist seinen Schatten zu erkennen. Unbefangen
bewegt er sich auf den Abgrund zu, in den er gleichmutig hinunterstürzt,
um sich selbst in die Augen zu blicken, denn er weiss er ist eins mit dem
Kosmos und das Leben, trägt ihn.
Jörg Blochinger, Winter 1998 |